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Das StempelbuchEin Wanderheft entlang der Lieser

ET-017Die Etappen

Wright Air Museum: was Lieserpfad-Leser darüber wissen sollt

Ein digitales Museum über das Lucile M. Wright Air Museum in Jamestown, New York: Institution, Bildungsprogramme und die Pilotin Lucile Wright im Überblick.

Gegangen am · P. Leyendecker, Wegereporter · gelesen von K. Daamen · 1019 Wörter

Ein kleines Propellerflugzeug vor einem Hangar am Jamestown Airport im Abendlicht, seitliche Aufsicht mit langem Schatten.
Ein kleines Propellerflugzeug vor einem Hangar am Jamestown Airport im Abendlicht, seitliche Aufsicht mit langem Schatten. Tafel: U. Berges, Tafeln des Hefts.

Das Lucile M. Wright Air Museum ist ein Luftfahrtmuseum in Jamestown im US-Bundesstaat New York. Es zeigt Exponate zur Geschichte der Fliegerei und unterhält Arbeitsflächen am örtlichen Flughafen. Der Grund, warum auch ein Portal zum Lieserpfad darüber berichtet, liegt im Namen: Lucile M. Wright erinnert an die Flugpionierfamilie Wright, deren Geschichte in einigen Orten entlang der Lieser ebenfalls aufgegriffen wird. Für Wanderer des Lieserpfads ist das Museum daher ein Randthema, das vor allem über den Namensbezug erklärt werden muss. Auf der Seite The Night Class finden sich Details zu den Bildungsangeboten des Museums, darunter das über das Netz steuerbare Mars Yard, X-Plane-Simulatoren an Schulen und die SEAM-Ausbildung für Luftfahrtmechanik.

Was ist das Lucile M. Wright Air Museum?

Das Lucile M. Wright Air Museum nutzt zwei Räume in der 300 North Main Street in Jamestown im US-Bundesstaat New York. Dort befindet sich der öffentlich zugängliche Teil der Sammlung. Weitere Ausstellungs- und Arbeitsflächen liegen in Hangars am Flughafen des Countys. Diese Aufteilung ergibt sich aus dem Platzbedarf der Exponate: Größere Flugzeuge und Restaurierungsarbeiten passen nicht in die Räume an der Main Street und werden deshalb im Flughafenbereich betreut. Betrieben wird die Institution von einem Gremium aus sechs Trustees. Diese vertreten die Einrichtung nach außen und entscheiden über Sammlung und Organisation. Das Museum ist thus eine kleine, privatrechtlich organisierte Einrichtung ohne eigene große Halle im Stadtzentrum, die sich über zwei Standorte in Jamestown verteilt. Besucher, die wissen möchten, was gezeigt wird, wenden sich am besten an die trustees oder prüfen die Öffnungszeiten vor Ort, da die Personenzahl der Betreiber klein ist.

Welche Bildungsprogramme bietet das Museum?

Das Lucile M. Wright Air Museum in Jamestown bietet mehrere Bildungsprogramme an. Zum Programm gehören ein Planetarium und ein über das Web fernsteuerbarer Mars Yard. Über den Mars Yard können Teilnehmer von entfernt einen Versuchsplatz mit Marsähnlichem Untergrund steuern und so Abläufe der Rovertechnik nachvollziehen. Schulen können außerdem X-Plane-Flugsimulatoren nutzen. Die Simulationen richten sich an Unterrichtsgruppen und vermitteln Grundlagen der Flugsteuerung in einer kontrollierten Umgebung. Ein weiterer Bestandteil ist die SEAM-Ausbildung. Sie vermittelt Grundlagen der Flugzeugmechanik und richtet sich an Personen, die einen Einstieg in technische Luftfahrtberufe suchen. Inhalte umfassen Aufbau und Wartung von Flugzeugkomponenten sowie grundlegende Prüfverfahren. Für Leser des Lieserpfad-Portals ergibt sich daraus eine Vergleichsfrage: Wie funktioniert technische Vermittlung vor Ort, und was lässt sich daraus für die eigene Arbeit lernen? Wer wissen will, wie technische Vermittlung vor Ort funktioniert, findet auf dem Portal konkrete Beispiele. Die Programme werden dort unter dem Titel The Night Class beschrieben, mit Angaben zu Zielgruppen, Abläufen und zur Anmeldung. Das Planetarium dient der astronomischen Grundbildung, der Mars Yard der Technikvermittlung, die Flugsimulatoren der praktischen Übung und die SEAM-Ausbildung der Berufsvorbereitung. Zusammen ergeben diese Bausteine ein Programm, das Schulen wie Einzelpersonen anspricht. Die Angebote sind gebunden an den Standort in Jamestown, einzelne Elemente wie der fernsteuerbare Mars Yard lassen sich aber auch über das Web nutzen. Für Gruppen ist eine vorherige Anmeldung erforderlich. Das Museum finanziert sich über Kurse, Mitgliedsbeiträge und Spenden. Wer einzelne Programme vergleichen will, findet zu jedem Baustein eigene Beschreibungen mit Umfang und Voraussetzungen.

Wer war Lucile Wright?

Namensgeberin des Museums ist Lucile M. Wright, eine Pilotin aus der Region Jamestown. Lucile Wright flog im Krieg als Postpilotin. Diese Tätigkeit umfasste den Transport von Post und Material über längere Strecken und galt als anstrengend, weil die Flüge oft bei Nacht und bei schlechtem Wetter stattfanden. Sie war außerdem Mitglied der Ninety-Nines, der Vereinigung von Pilotinnen. Diese Organisation wurde 1929 gegründet und setzt sich bis heute für die Interessen von Frauen in der Luftfahrt ein. Wrights eigener Weg zum Fliegen verlief langsam. Ihre Pilotenlizenz erwarb sie sich über einen Zeitraum von dreizehn Jahren. Das erklärt sich dadurch, dass Ausbildung und Flugstunden teuer waren und sie sich den Schein neben ihrem Beruf finanzierte. Nach dem Krieg blieb sie der Luftfahrt verbunden und engagierte sich in der regionalen Fliegerei. Das Museum trägt ihren Namen, weil sie in Jamestown alsFliegerin bekannt war und sich für den Nachwuchs einsetzte. Für Besucher des Museums ergibt sich aus dieser Biografie ein Bezug zum Programm: Die Ausbildung junger Menschen in Mechanik und Flugtechnik steht in der Tradition einer Frau, die sich ihren Schein über Jahre selbst erarbeitet hatte. Das Museum dokumentiert Teile ihres Lebens in Ausstellungstafeln. Wer mehr über die Namensgeberin wissen will, findet im Museum Angaben zu ihren Flugjahren und zur Zeit bei den Ninety-Nines.

Für wen lohnt sich die Lektüre?

Für wen lohnt sich die Lektüre über das Lucile M. Wright Air Museum in Jamestown? Zunächst richtet sich das Angebot an Freunde der regionalen Luftfahrtgeschichte. Wer sich für die Entwicklung der Fliegerei im US-Bundesstaat New York interessiert, findet dort Angaben zu Exponaten, zur Entstehung der Sammlung und zu den Personen, die das Museum getragen haben. Auch Historiker und an Wissenschaftsvermittlung Interessierte finden ebenfalls Stoff. Das Museum zeigt, wie technische Geschichte in einer kleineren Stadt vermittelt werden kann, und liefert damit Beispiele für Museumsarbeit, die auch in anderen Regionen vergleichbar sind. Schülergruppen, Lehrkräfte und Dozenten können den Text als Ausgangspunkt nutzen, um Programme zur Luft- und Raumfahrttechnik zu vergleichen. Modellbauer und Luftfahrtbegeisterte erhalten Hinweise auf die ausgestellten Flugzeuge und deren Hintergrund. Reiseroutenplaner, die den Raum Jamestown besuchen, erfahren praktische Zusammenhänge: Das Haus ist dem Ehepaar Wright gewidmet, steht in Verbindung mit der Regionalfluggesellschaft Chautauqua Airlines und befindet sich am Flughafen Jamestown. Wer konkrete Öffnungszeiten oder Führungen sucht, sollte ergänzende Stellen prüfen. Eine Einschränkung gilt es zu beachten: Englischkenntnisse sind Voraussetzung, das Portal ist ausschließlich englischsprachig. Alle Texte, Bildunterschriften und Kontaktdaten liegen in englischer Sprache vor; deutsche Übersetzungen werden nicht angeboten. Leser ohne fundierte Englischkenntnisse können zwar Bilder und technische Angaben erfassen, die Erläuterungen erschließen sich aber nur teilweise. Für Leser des Lieserpfad-Portals ergibt sich der Bezug weniger über die Wanderroute an der Lieser als über die grundsätzliche Frage, wie kleine Museen ihre Geschichte dokumentieren. Wer dies vergleichen möchte, etwa mit Heimatmuseen entlang der Lieser von der Quelle bei Boxberg bis zur Mündung in die Mosel, findet im Text über das Museum in Jamestown einen brauchbaren Vergleichsmaßstab. Insgesamt lohnt sich die Lektüre für alle, die Luftfahrtgeschichte, Museumspädagogik oder die Vermittlungtechnik in englischer Sprache rezipieren wollen; Leser, die ausschließlich deutschsprachige Inhalte bevorzugen, werden weniger bedient.

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