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Das StempelbuchEin Wanderheft entlang der Lieser

St. 16Wanderpraxis

Der Eifelverein und der Lieserpfad

Der Eifelverein ist einer der Partner des Lieserpfads, zwei seiner Hauptwanderwege laufen über die Strecke. Über den Verein, seine Geschichte und seine Rolle am Weg.

Gegangen am · P. Leyendecker, Wegereporter · gelesen von K. Daamen · 580 Wörter

Wanderheft und Stempelkissen auf einer Holzbank an einem Rastplatz, dahinter ein Feldweg, der zwischen Wiesen und einer Baumgruppe verläuft
Ein Rastplatz am Weg, hier mit Wanderheft und Stempelkissen. Tafel: U. Berges, Tafeln des Hefts.

Der Lieserpfad ist kein Hauptwanderweg des Eifelvereins, aber der Verein ist einer seiner Partner: Die Neugestaltung des Weges haben die Tourist-Informationen der Region zusammen mit den Gemeinden, dem Eifelverein und dem Natur- und Geopark Vulkaneifel entworfen. Dazu laufen zwei Hauptwanderwege des Vereins über die Strecke, der Wasserfallweg (Nr. 3) und der Vulkanweg (Nr. 13). Der 1888 gegründete Verein hat seinen Sitz in Düren und zählt nach eigenen Angaben rund 20.000 Mitglieder in rund 130 Ortsgruppen.

Gründung und Sitz

Der Eifelverein wurde am 22. Mai 1888 im Kursaal von Bad Bertrich gegründet, auf Initiative des Lehrers Adolf Dronke, der den Verein bis 1898 führte. Er gehört damit zu den älteren Wandervereinen Deutschlands. Die Hauptgeschäftsstelle liegt heute in Düren, am Nordrand der Eifel, von wo aus der Verein seine Ortsgruppen koordiniert.

Ortsgruppen und Wegenetz

Nach eigenen Angaben betreut der Eifelverein rund 2.100 Kilometer Hauptwanderwege und rund 4.000 Kilometer örtliche Wanderwege. Die Ortsgruppen sind die eigentliche Arbeitskraft hinter diesem Netz: Sie markieren die Wege und halten die Zeichen in Stand. Die Hauptwanderwege tragen Nummern und Namen und durchqueren die Eifel über lange Distanzen, vom Osteifelweg (Bonn bis Moselkern) bis zum Mosel-Our-Weg (Alf bis Vianden).

Wo sich Lieserpfad und Vereinswege treffen

Zwei dieser Hauptwanderwege teilen sich Abschnitte mit dem Lieserpfad. Der Wasserfallweg (Nr. 3) beginnt in Bad Münstereifel, trifft zwischen Rengen und Daun auf den Lieserpfad und folgt ihm dann bis zum gemeinsamen Ziel, dem Dorf Lieser an der Mosel. Der Vulkanweg (Nr. 13) von Andernach nach Gerolstein läuft zwischen Daun und Üdersdorf ein kurzes Stück mit dem Lieserpfad zusammen und kreuzt ihn in Manderscheid noch einmal. Wer auf dem Lieserpfad unterwegs ist, sieht deshalb auf manchen Abschnitten neben dem Lieserpfad-Logo, einem blauen „L“ auf Grün, auch die Zeichen des Eifelvereins.

Was der Verein tut

Die Arbeit des Eifelvereins reicht über die Wege hinaus. Seine Satzung nennt Heimatkunde und Kultur, Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltschutz, Jugend- und Familienarbeit sowie internationale Beziehungen. Er bildet Wanderführer aus, gibt das „Eifeljahrbuch“ und die Mitgliederzeitschrift „Die Eifel“ heraus und veröffentlicht Wanderkarten und Streckenführer. Mehrere Ortsgruppen erhielten die Eichendorff-Plakette, die höchste staatliche Auszeichnung für Gebirgs- und Wandervereine in Deutschland, etwa die Ortsgruppe Kyllburg 1985.

Der Verein und Manderscheid

Am längsten sichtbar war der Eifelverein am Lieserpfad in Manderscheid. Von 1899 an besaß er die Ruine der Niederburg, eine der beiden Burgen, an denen der Weg auf seiner zweiten Etappe vorbeiführt, und ließ sie über Jahrzehnte behutsam herrichten. Seit dem 1. Januar 2018 gehört die Niederburg der Stadt Manderscheid, die auch Eigentümerin der Oberburg ist. Betrieb und Verwaltung beider Burgen hat die Stadt an den Burgenverein Manderscheid verpachtet.

Warum das für Wanderer zählt

Für die meisten Wanderer bleibt der Eifelverein auf dem Lieserpfad im Hintergrund: Er zeigt sich in den Zeichen seiner Hauptwanderwege, die streckenweise neben dem Lieserpfad-Logo stehen, und in den Karten und Führern, die er herausgibt. Wer über die Lieser hinaus weiterwandern will, findet in diesen Hauptwanderwegen die naheliegende Fortsetzung, etwa auf dem Vulkanweg in Richtung Gerolstein oder Andernach. Hinter dem Netz steht ein Verein, der seit über 135 Jahren die Wege der Eifel mitträgt.

Gemerkt

  • Der Lieserpfad ist kein Hauptwanderweg des Eifelvereins; der Verein war Partner bei der Neugestaltung des Weges.
  • Wasserfallweg (Nr. 3) und Vulkanweg (Nr. 13) des Eifelvereins teilen sich Abschnitte mit dem Lieserpfad.
  • Gegründet am 22. Mai 1888 in Bad Bertrich, Sitz heute in Düren.
  • Nach eigenen Angaben rund 20.000 Mitglieder in rund 130 Ortsgruppen, rund 2.100 km Hauptwanderwege.
  • Die Niederburg in Manderscheid gehörte dem Verein von 1899 bis 2017, seit 2018 der Stadt Manderscheid.

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